Hof Dannwisch kann auf eine gut 800-jährige Geschichte zurückblicken: Etwa im Jahre 1200 erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Hofstelle von Mönchen des Zisterzienserklosters Uetersen (ca. 15km entfernt) als Außenstelle am Rande des Elb-Urstromtales gegründet und bis ca. 1600 im Kirchenbesitz bewirtschaftet. Es erfolgte dann die Privatisierung durch die Familie Schmidt, bis Anfang des 19. Jahrhunderts die Familie Scharmer einheiratete.
Im Jahr 1957 stellten die jetzt im Altenteil lebenden Bauern Margret und Dieter Scharmer den Hof auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise um, was gerade zu jener Zeit mit größten Anstrengungen und Opfern verbunden war. 1963 schon erfolgte wegen des zu geringen Milchpreises der Ausstieg aus der ortsansässigen Meiereigenossenschaft, die Milch wurde ab diesem Zeitpunkt komplett selbst vermarktet.
1978 brannte das Jahrhunderte alte Hauptgebäude mit Scheune und Inventar ab, noch im selben Jahr begannen die Planungen für ein neues Wohnhaus. Ein weiterer Brand sowie Schneebruch im Winter nicht lange später vernichteten auch die restlichen alten Hofgebäude, welche nun ebenfalls bis 1986 wieder aufgebaut wurden.
In diesen Jahren wurde der 120 ha große Betrieb aus dem Privatbesitz an einen gemeinnützigen Eigentümer-Verein übertragen, von dem eine bis heute auf acht Personen angewachsene Betriebsgemeinschaft den landwirtschaftlichen Betrieb zur biologisch-dynamischen Bewirtschaftung gepachtet hat.
Der Hof wird von den hier lebenden und arbeitenden Menschen (eine ca. 30köpfige Gemeinschaft) sehr vielseitig und intensiv gestaltet und weiter entwickelt. Auf unseren Niederungsmoorflächen grast unsere 40-köpfige Kuhherde (eine sehr alte rot-bunte Landrasse) mit ihrem Nachwuchs, außerdem haben wir 2 Angler-Sattel-Sauen mit ihren Ferkeln und ca. 40 Mastschweine – eine ebenfalls sehr alte Landrasse-, und etwa 300 Hühner.
Auf den sandigen Geestflächen (in der Weichsel-Eiszeit entstanden) erstrecken sich unsere Ackerflächen, auf denen wir verschiede Getreidesorten, Feld- und Feingemüse anbauen sowie Ackerfutter für unsere Tiere. Wir vermarkten unsere Produkte selbst über einen Hofladen (Die., Fr. und Sa.) und unseren regionalen Bio-Lieferservice, den Käse auch im Paketversand.
Zu unserer Hofkäserei
Die komplette auf unserem Hof gemolkene Milch von unseren 40 Milchkühen wird in der Hofkäserei Dannwisch als tagfrische Vorzugsmilch abgefüllt (seit 1996 anerkannter Vorzugsmilchbetrieb), bzw. zu einer breiten Palette schmackhafter Hofkäse-Spezialitäten verarbeitet (insgesamt ca. 190.000 l/Jahr = ca. 500l/Tag).
Durch artgerechte Fütterung unserer Kühe – im Winter nur hofeigenes Kräuter- und Kleegras-Heu (keine Silage), im Sommer frisches Weidegras – und der Milchgewinnung unter sehr hygienischen Bedingungen haben wir den bestmöglichen Rohstoff für die Veredelung zu einer Vielfalt an Rohmilch-Käsesorten. Diese Haltung gewährt das ganze Jahr hindurch die einzigartige Qualität Dannwischer Milchprodukte.
Neben Vollmilch-Joghurt, Rohmilchbutter und Sahnequark werden verschiedene Sorten Weich-, Schnitt- und Hartkäse von unserem erfahrenen Hofkäser in handwerklicher Weise aus unserer Vorzugsmilch hergestellt und zum Teil neu entwickelt. Der Grossteil der Käsesorten wird mit seit langer Zeit in der Käserei selbst gezüchteten Kulturstämmen versehen und in eigenen Reiferäumen auf Fichtenbrettern nach alter Tradition naturrindengereift. Chemische Zusätze wie Natamycin, (als Fungizid), Nitrat (gegen unerwünschte Fehlreifungen) Calziumchlorid (zur Unterstützung der Dicklegung der Milch) sowie Beta-Karotin (zur Gelbfärbung) werden weder benötigt noch verwendet. Auf eine lange Reifezeit – je nach Sorte 6 Wochen bis 3 Jahre – wird großer Wert gelegt! Sehr bekannt sind die Dannwischer Hofkäse besonders durch den schon traditionellen Schnittkäse (auch mit verschiedenen Kräuterzusätzen), die lange gereiften Hartkäse und den einzigartigen Blauschimmelkäse „Der Edle von Dannwisch“.
Viele unserer Käsesorten sind bei Wettbewerben preisgekrönt worden (zuletzt wieder im September 2006).
Die Hofkäserei Dannwisch ist im Jahre 2001 und auch wieder 2006 von der Gourmet-Zeitschrift „Der Feinschmecker“ ausgezeichnet worden. Seit 1994 ist der Hof Mitglied im VHM (Verband für handwerkliche Milchverarbeitung), seit 2000 Mitglied der Käsestrasse S-H. Seit 2004 gehört Hof Dannwisch zu den Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau (BMVLE).
Produktpalette
Schnittkäse
- Dannwischer Hofkäse, “Natur”, mild-aromatisch, sehr natürlich
- Dannwischer Hofkäse, mit Möhrensaft, warm – orange -leuchtender, milder Käse, “Kinder-Liebling”
- Dannwischer Hofkäse, mit Basilikum und Knoblauch, angenehm würziger Käse mit einer Spur von Mittelmeer
- Dannwischer Hofkäse mit Bockshornklee-Samen, sehr feiner, milder Käse mit Walnussgeschmack
- Dannwischer Hofkäse mit rotem Paprika, sehr delikater, fruchtiger Geschmack, “ein Hauch von Puszta”.
Mit roter Paprika-Rinde - Dannwischer Hofkäse, mit buntem Pfeffer, milder Käse mit scharfer Nuance – ein “heißer” Tip
- Dannwischer Tilsiter, sehr mild und fein
- Dannwischer Tilsiter, mit Kümmel, milder Käse mit kräftigem Geschmack. Seltene Speziälität
Hartkäse
- Dannwischer junger Hartkäse, 3-6 Monate gereift, mit delikater Pfefferrinde, Kräftig durch und durch
- Dannwischer Hartkäse, 6-12 Monate gereift, sehr pikant. Ein rundes, vielfältiges Geschmackserlebnis, ein Spiegel hoher Milchqualität
- “Der Würzige”, Dannwischer Spezialität, mind. 1 Jahr gereift. Sehr feinwürzig-pikant “das höchste der Gefühle”
Weichkäse
- “Schimmelreiter”, angenehm milder Käsequader mit Weißschimmel, vollmundig. Mind. 50% Fett i. Tr
- “Schimmelreiter, mit frischem Gartenschnittlauch”, sehr delikater, würziger Kräutergeschmack.
Mind. 50% Fett i. Tr. - “Der Edle von Dannwisch”, rahmiger Blauschimmelkäse. Ein sehr pikant-kräftiger “Liebhaber-Käse”. Dannwischer Käsespezialität: Der einzige Demeter-Blauschimmelkäse Norddeutschlands!
Was ist das Besondere am Dannwischer Hofkäse?
- Der Hof wird seit 1957 kontinuierlich biologisch-dynamisch bewirtschaftet.
- Seit 1996 ist der Hof ein anerkannter Vorzugsmilchbetrieb.
- Die alte regionale Kuhrasse „Rotbuntes Schleswig-Holsteiner Niederungsvieh“ wird hier seit vielen Generationen gezüchtet.
- Im Sommer Weidegang der Kuhherde, im Winter täglicher Auslauf draußen am Stall und Fütterung von hofeigenem Kleegras und Wiesenheu. Keine Silage-Fütterung!
- Hohe Milchqualität und frische Verarbeitung zu hochwertigen Rohmilch-Produkten.
- Handwerkliche Rohmilchkäse-Herstellung mit traditioneller Käsereifung.
- Lange Reifezeiten auf Fichtenbrettern.
- Alle Käse naturrindengereift, das heißt bei allen Käsesorten ist die Rinde verzehrbar.
- Keine Verwendung von chemischen Zusätzen, wie z.B. Natamycin, Lisocym, Calziumchlorid, Nitraten, etc.
- Größtenteils hofeigene Kulturstämme in der Milchverarbeitung.
- Keine Verwendung von gentechnisch hergestellten oder veränderten Zutaten/Rohstoffen.
Sollten Sie noch weitere Fragen zu unserer Herstellung, dem Hof oder unseren Käsespezialitäten haben, dürfen Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen:
Nach Terminabsprache bieten wir Führungen durch viele Bereiche des Hofes an. Der Hofladen ist dienstags, freitags und samstags geöffnet, auch über unsere ABO-Kiste können Sie unsere Hofprodukte und vieles mehr bekommen. Der Käse erreicht Sie auch über unseren Paketversand.


