Hofgeschichte des Wendlerhofes
Unser Hof kam durch Adoption in damaliger Form in den Besitz von Therese Dangl. Sie wurde am 25.05.1880 geboren und kam mit 2 Jahren zu den 3 Geschwistern Schmidt in die Familie, es waren Onkel und Tanten. Seit dieser Zeit gab es immer 3 Mädel auf dem Hof und es waren die Ältesten die übernahmen – sie hießen alle Theresia.
Die Urgroßmutter heiratete am 02.06.1914 den Bauernsohn Sebastian Adlmaier aus Westerndorf St. Peter. Er wurde im 1. Weltkrieg schwer verwundet und war dann schwerbehindert. 1870 waren in seiner Heimat Franzosen und lernten ihm das ärztliche Können des “Kernzl” Berufes eines Knochenheilpraktikers. Er übte es nur selten aus. Diesen Beruf gibt es noch in der Verwandtschaft.
1936 beschlossen die damaligen Besitzer Sebastian und Therese Adlmeier den über 100 Jahre alten Hof in Ost – Westrichtung abzureißen und auf naher Anhöhe in Süd- Nordrichtung einen neuen zu bauen.
1938 verwirklichten sie mit ihren drei Töchtern das Vorhaben. Für 50 000,- Reichsmark bauten sie das jetzige “Wendler Anwesen” mit Nachbarschaftshilfe und fastohne Baumaschinen. Als der 2. Weltkrieg kam, verlor die Reichsmark ihren Wert, aber der Hof war bezahlt. Es waren noch meist 2 Knechte und 1 Magd auf dem Hof. Im 2. Weltkriegsende besetzten die Amerikaner den Hof, so dass die Familie beim Nachbarn schlafen musste- Anschließen waren 4 – 5 Flüchtlingsfamilien zwangseinquartiert. Diese Familien arbeiteten zum Teil als Knechte mit, zudem Sebastian Adlmeier schwerbehindert war.
1946 heiratete die älteste Tochter Theresia den Landwirtsohn Stephan Kloo aus Baierbach. Die zweite Schwester Anna blieb als Hilfe auf dem Hof.
Damals war der Hof neu – mit den 2 Pferden wurde bald aufgehört, und ein Lanzbulldog angeschafft.
Ferkelerzeugung kam zu der Milchviehhaltung (12-13 Stück) dazu. Dafür wurde im Hof ein 20m langes Gebäude geschaffen. Als der Tourismus auf den Hof kam, wurden alle Zimmer genützt und ca. 20 Urlaubsgäste hatten Übernachtung und Frühstück. Es war teils das Haupteinkommen, zumal der See die Gäste anlockte. Auf unserem Hof waren immer schon Fischereirechte im Simssee und Stephan Kloo kaufte noch einen Seeanteil dazu.
1956 zerstörte eine Wirbelsturm 9 Tgw. Wald, mit dem Erlös konnten die damaligen Kinder ausbezahlt (2 Töchter) werden.
1973 heiratete die älteste Tochter von Stephan und Therese Kloo den Laboranten Franz Kirmeier aus Palling (Traunstein). Er war ein sog. Quereinsteiger. Da Stephan Kloo 1974 verstarb, planten sie einen Betriebsumbau.
1978/79 riss man das Nebengebäude ein, die Familie hatte sich entschlossen ein Jugendbildungshaus zu bauen. Theresia Kirmeier legte 1979 die Meisterprüfung ab, und bildet seitdem Lehrlinge aus.
1988 entstand ein Laufstall im Altgebäude
1989 kamen ein Laufhof und zwei Fahrsilos dazu Die Fischerei wurde nur mehr als Hobby ausgeführt
1995 entschloss sich die Familie im Rahmen des Kulturlandschaftsplanes und mit Unterstützung der Gemeinde und des Herrn Wirthensons als Berater eine Pasteuranlage für frische Biotrinkmilch zu errichten. Sie war die erste in dieser Art in Deutschland. Sie war für mehrere Bauern ausgelegt. Momentan sind wir aus politischen Gründen auf 3 Mitglieder beschränkt. Es entstand der Dorferneuerungsplan und so arbeiten wir unter dem Logo Simsseemarkt.
Seit 1995 arbeitet unser Betrieb unter den Richtlinien von Bioland.
Das Jugend- und Bildungshaus
Die ländlich gebundene Bauweise wurde auch bei der Hausgestaltung berücksichtigt. Der ca. 60 qm große Versammlungsraum ist giebeloffen und mit Parkett ausgestattet.
Daneben befindet sich ein kleiner Meditationsraum. Die sechs größeren Schlafzimmer mit vier bis fünf Betten (Stockbetten) sind auf zwei Etagen verteilt. Auf beiden Stockwerken stehen Duschen für die Teilnehmer / innen zur Verfügung. In den Zimmern sind jeweils ein bis zwei Waschbecken. Für die Leiter / innen gibt es drei kleinere Zimmer mit ein bis zwei Betten, eines davon mit Dusche und WC.
Der Essraum steht auch für Gruppenarbeit zur Verfügung. Daneben ist eine kleine Küche eingerichtet.
Sie sind uns als Gruppe herzlich willkommen! Ab 20 Personen (bis max. 32 Personen) können Sie unser Haus gut nutzen. Wir nehmen Sie von Kindergartengruppen über Schulklassen bis zu erwachsenen Behinderten gerne auf, vorausgesetzt.
Natürlich geht unsere Einladung auch an Familien-Gruppen. Auch Erwachsene finden für sich gut Möglichkeiten im Haus, z. B. Therapie-Gruppen.


