Der Hof wurde 1984 übernommen und im Nebenerwerb weitergeführt. Da Sohn Tobias Landwirt werden will, entschieden sich die Lieberts 2004 für den stufigen Ausbau zum BioMilchziegenhof mit Hofkäserei, Schlachthaus und Hofladen. Ein Teil der Milch wird an die Andechser Molkerei geliefert.
Alles von der Ziege
Ziegenmilch hat wertvolle Inhaltsstoffe und die Käsesorten daraus sind Delikatessen. Viele Kunden bevorzugen Bioziegenmilch aufgrund der Zusammensetzung und des Geschmacks. Für andere ist sie ein Ersatz, weil sie auf Kuhmilch allergisch reagieren. Der großzügige Melkstand ist bereits für die Endausbaustufe des Stalls mit 250 Milchziegen konzipiert. Die Ziegen haben nicht nur rund um den Stall Auslauf, sondern Wiesen und abgeerntete Bioäcker mit Untersaaten (Kooperation mit anderen Biobauern) werden als Koppeln genutzt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelingt es, einen Haupterwerbsbetrieb aufzubauen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und dabei umweltverträgliche und hochwertige Lebensmittel zu produzieren. Da alle betrieblichen Einrichtungen und die Umstellungserfahrungen noch relativ neu sind, ist der Hof für umstellungsinteressierte Landwirte besonders interessant; Verbrauchergruppen sind ebenso stets willkommen. Auch ein Seminarraum steht zur Verfügung.
Demonstrationsbetrieb des Bundesprogramms Ökologischer Landbau
Der Bio-Milchziegenhof Liebert versteht sich als gläserner Bauernhof. Die Kunden dürfen sich überall umschauen. Für interessierte Gruppen werden Führungen angeboten. Der Betrieb gehört seit 2009 zum Netzwerk der Demonstrationsbetriebe des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.



